Von Hand getöpfert

Brandschatz - die Werkstatt

Seit 2015 arbeite ich in meiner Werkstatt Brandschatz direkt auf der wunderschönen Halbinsel Höri am Bodensee. Ein kleines und sehr charmantes Natursteinhaus beherbergt alles, was ich zum Töpfern benötige. Brennöfen, Werkbank, Drehscheibe, Werkzeug, Ton und selbstverständlich eine Kaffeemaschine - ergänzt im Sommer mit einem Kühlschrank! 
In der Werkstatt entsteht alles. Ideen, Lichter, Gebrauchskeramik, ein wenig Kunst und jede Menge Staub. 
Hereinspaziert!

Schneckenlichter

Meine Lichter stelle ich seit 2010 im Aufbauverfahren her. Der Ton wird dabei gerissen, geformt und wieder zusammengefügt. Darum ist jedes Objekt einzigartig und anders als das andere. Je nach Tonart sind die Konturen stärker, die Rundungen ausgeprägter und die Ränder franseliger! 
Meine Objekte trocknen je nach Witterung bis zu zwei Wochen und werden dann gebrannt und veredelt im Schrüh-, Glasur- oder im Goldbrand. Jedes Licht ist ein Unikat und etwas Besonderes. So soll das sein.
Meine Lichter haben ganz viel von mir - sie strahlen, nur lächeln können sie nicht!

Brandschätze - Schätze aus dem Ofen

Ja, es ist so weit. Nach 10 Jahren Lichter habe ich mich endlich getraut und drehe jetzt mein eigenes Geschirr. Teller, Tassen, Becher mit und ohne Henkel und Schalen und Schälchen. 
Seht selbst...
Und selbstverständlich werde ich weiterhin Dinge erdenken und herstellen, die ich einfach schön finde. Krippenlichter, eigene Welten, Keramikbilder, Sterne und - na klar - Herzen!
Alle Brandschätze sind durchgesintert, feuerfest und die meisten davon für die Spülmaschine geeignet. Damit kann jeder täglich Brandschätze nutzen - praktisch und zu schön für die Schublade!

Eigensinnige Schönheiten

Jedes Stück aus meiner Werkstatt hat seinen eigenen Charakter. Ich bin keine Maschine und schon allein deshalb sind die Maße nicht immer genau. Der Ton als Naturmaterial hat auch einen eigensinnigen Kopf und trocknet gerade im Aufbau ein bisschen, wie er will. Dadurch kommt es hin und wieder zu Spannungsrissen, Ecken und Kanten. Das ist aber kein Grund zur Reklamation. Das ist Charakter und kunsthandwerkliche Natur. 

Und genau das macht es aus. So gut es geht bemühe ich mich, die Produkte genau abzubilden. Das gelingt mir besser und auch mal nicht so gut. Grundsätzlich bilde ich immer die Kategorie ab und kann die Grösse des Scherben im umgeschwundenen Zustand angeben.
Wer es genau wissen will, sollte einfach nachfragen. Gerne schicke ich ganz unkompliziert ein Bild vom gewünschten Brandschatz. Dann sind wir auf der sicheren Seite und ich schicke die Keramik nicht umsonst in die Welt...

Erdig & edel

Ich verarbeite ausschließlich deutschen Ton, der im Westerwald abgebaut und zu Fertigmassen verarbeitet wird. Die Schamottierung (Korngrösse) und das Brennverhalten (Farbe) variieren dabei je nach dem zu erzielenden Ergebnis. Derzeit verwende ich weisse, schwarze und graue Tone, die je nach Brenntemperatur eine unterschiedliche Farbe, Festigkeit und Wasserundurchlässigkeit annehmen.